Saubere Energie kommt im Worblental aus der Kläranlage
Der Wärmelieferant EBL und die ARA Worblental bauen gemeinsam an einer Lösung für nachhaltige Heizenergie. Der Fernwärmeverbund sieht vor, Wärme aus geklärtem Abwasser zu nutzen. Das käme nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch der gesamten Region.

Der Energie- und Wärmelieferant EBL (Genossenschaft Elektra Baselland) und der Gemeindeverband ARA Worblental beschreiten gemeinsam den Weg in eine nachhaltigere Zukunft. In Worblaufen BE bauen sie an einem Fernwärmeverbund, mit welchem in Anlagen für Abwasserreinigung, Wärmeenergie umgewandelt werden soll. Der "Wärmeverbund Worblental" strebt so an, einheimische Energie nachhaltiger zu nutzen und weniger CO2 auszustossen, schreiben die Projektpartner in einer Mitteilung.
Den Zuschlag für das Projekt mit der ARA Worblental erhielt die Baselbieter Genossenschaft EBL. (Source: zVg)
Erneuerbare Klärwerk-Energie
Die Idee dahinter ist simpel - Mittels Wärmepumpentechnologie und Blockheizkraftwerken könne Wärme des gereinigten Abwassers verwendet, und Abwärme des Klärgases eingebunden werden. Alles aus einer ansonsten ungenutzten Ressource, welche nun den Bewohnern und Bewohnerinnen der Region zugutekommt. Laut Mitteilung sollen bis zu 150 Kunden (oder 2500 Einfamilienhäuser) mit Wärme versorgt werden.
Das im Boden verlegte Fernwärmeleitungsnetz transportiert erwärmtes Wasser in die Quartiere und leitet Wärmeenergie an das Heiznetz der Endkunden. (Source: zVg)
Die Technik rund um Blockheizkraftwerke wurde in der Abwasserreinigungsanlage der ARA Worblental auch schon erprobt. Bislang nutzte man Klärgas zur Erzeugung von elektrischem Strom und für Wärmeenergie. Diese deckt momentan schon zu 100 Prozent den betriebseigenen Bedarf ab.
Umweltschutz und Energieeffizienz gehen Hand in Hand
Der Betrieb des Wärmeverbunds erzeugt aber nicht nur erneuerbare Energie in Form von Wärme, sie tue auch dem Gewässerschutz einen gefallen. Denn dadurch, dass die Wärme des gereinigten Abwassers gesenkt in die Aare zurückgeführt wird, profitiert auch die Gewässerökologie.
Die Lösung des Wärmeverbundes nehme eine Vorreiterrolle in Sachen erneuerbarer Energien ein. Um 2050 klimaneutral zu sein müsste die Schweiz jedoch noch einiges Leisten. Wo es an der Umsetzung hapert und welche verschiedenen Energieszenarien es gibt, können Sie hier lesen.

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