Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schweizer Photovoltaik-Anbieter
Clean Energy Industries soll bei der Kundschaft einkassiert, anschliessend aber nicht geliefert haben. Aktuell ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Schweizer Photovoltaik-Firma. Sowohl die Aussagen einer ehemaligen Mitarbeiterin als auch die Website des Unternehmens machen stutzig.

Die Firma Clean Energy Industries aus dem St. Gallischen Oberriet soll ihre Kundschaft abgezockt haben. Laut "Kassensturz" sind dem Magazin mehrere Fälle bekannt, in denen die Photovoltaik-Firma Geld per Vorauskasse entgegennahm, schlussendlich aber keine Solaranlage lieferte. Das Konsumentenmagazin berichtet von einem Kunden, der Knapp 12'000 Franken bezahlte. Anfangs schien alles normal zu laufen, die Mitarbeitenden von Clean Energy kamen bei ihm vorbei, einige Monate später lag die Baubewilligung vor, doch dann sei nichts mehr passiert. "Niemand war erreichbar, bis heute nicht", wird der Kunde zitiert.
Beim Konsumentenmagazin meldeten sich noch weitere Betroffene mit Vorwürfen gegen Clean Energy Industries. Der oben erwähnte Kunde stehe mit 25 Leidensgenossen und -genossinnen im Austausch. Wie er hätten auch einige weitere Anzeige wegen Betrugs und Veruntreuung erstattet. Die Staatsanwaltschaft St. Gallen bestätigte gegenüber "Kassensturz", dass ein Strafverfahren wegen Betrugs im Zusammenhang mit Clean Energy Industries läuft.
Stockbilder statt Referenzobjekte
Abgesehen von den potenziellen Betrugsopfern machten auch die Bilder der Referenzobjekte auf der Clean-Energy-Industries-Website "Kassensturz" stutzig. Sie zeigen nämlich keine Wohnhäuser, die der Anbieter selbst mit Solarpanels ausstattete. Stattdessen stammen sie allesamt von der Bildagentur iStock und sind auf deren Website unter dem Suchbegriff "Solardach" oder "Solarpanels" schnell gefunden.
Das Konsumentenmagazin machte zudem eine ehemalige Mitarbeiterin des Unternehmens ausfindig. Sie habe das Unternehmen im Mai 2023 verlassen, "nachdem für sie klar geworden war, dass der Geschäftsführer die Firma an die Wand fahre und Firmengelder abzweige", wie es heisst. Der ehemalige Firmenbesitzer Daniel Khüny weist laut dem Konsumentenmagazin die Vorwürfe zurück. Er sei als junger Unternehmer überfordert gewesen und habe auf die falschen Leute gesetzt. Dass ein Strafverfahren laufe, sei ihm zudem neu.
Khüny verkaufte Clean Energy Industries Ende Juli 2023. Als neuer Geschäftsführer ist im Handelsregister David Vargic aufgeführt. "Kassensturz" schreibt dazu: "Zum neuen Besitzer kann jedoch kein Kontakt hergestellt werden."
Lesen Sie ausserdem: "Kassensturz" hat sieben Mini-Solaranlagen getestet. Hierbei kam das Magazin zum Schluss, dass sich mit dem günstigsten Modell am besten Strom produzieren und sparen lässt.

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