Wohin der Trend mit smarter Beleuchtung geht
Eine intelligente Leuchte ist für viele der Einstieg ins Smarthome. Im Podium sagt Jörg Mühlenberg von Innr, welche Trends er am Markt für Smart Lighting beobachtet und worauf Händler beim Verkauf von smarten Lichtlösungen achten sollten.

Wie hat sich der Schweizer Markt für Smart Lighting in den vergangenen Jahren entwickelt?
Jörg Mühlenberg: Smart Lighting ist innerhalb der Smarthome-Entwicklung eine starke Triebfeder und erfreut sich eines ausnehmend hohen Interesses. Schliesslich ist Licht auch ein emotionales Produkt und der Erstbetrieb smarter LED ist vergleichsweise simpel. Schweizer Kunden sind technologieorientiert und qualitätsbewusst. Aus diesem Grund orientieren sich Verbraucher bevorzugt an Lösungen von Premium-Herstellern, deren Produkte Zigbee-basiert sind. In den vergangenen Jahren hat die Anzahl von Zigbee-Netzwerken in der Schweiz enorm zugenommen. Die Bereitschaft der Anwender, innerhalb dieser Netzwerke heute Produkte unterschiedlicher Qualitätshersteller zu kombinieren, ist auffällig. Ist die Leistung vergleichbar, dann entscheidet inzwischen oftmals der Preis.
Welche Trends dominieren momentan den Markt?
Aus Verbrauchersicht sind die Hauptargumente für Smart-Lighting-Lösungen der Komfort und die Erleichterungen im Alltag. War im Wohnbereich zunächst einmal die einfache und bequeme Steuerung von smarten LEDs in puncto Helligkeit, Farbe und Automatisierung willkommen, so geht der Trend mittlerweile zu formschönen Filament-Lampen in Glühbirnen-Optik, smarten LED-Spots und farbigen Lichtketten. Der grösste Trend bezieht sich auf den Outdoor-Sektor. Unter anderem aufgrund der Pandemie gewinnt das heimische Umfeld an Bedeutung. Genau deshalb stehen Outdoor-Spots, Lichtketten sowie Sockelleuchten derzeit überall im Blickfeld des Interesses.
Was sollten Händler, die smarte Lichtlösungen anbieten, unbedingt beachten?
Empfehlungen eines Händlers können weitgehend herstellerunabhängig sein - Zigbee sei Dank. Durch die Verwendung des gemeinsamen Standards ist ein Mischen verschiedener Komponenten problemlos möglich. Entgegen der weit verbreiteten Auffassung, dass der überwiegende Teil ähnlicher Angebote über identische Spezifikationen verfügt, zeigt die Praxis etwas anderes: Innr Flex Lights erzeugen zum Beispiel bauformbedingt weniger Lichtpunkte auf Flächen als Mitbewerbsprodukte, das Gleiche gilt für LED-Spots mit GU10-Fassung aufgrund einer Speziallinse und so weiter. Das heisst: Gut informierte Verbraucher kombinieren Komponenten. Händlern bieten sich Chancen durch entsprechende Kaufempfehlungen, die impulsgebend sein können.
Wie wird sich der Smart-Lighting-Markt entwickeln?
Einerseits expandiert der Markt mit grossen Zuwachszahlen, andererseits wird sich der Markt konsolidieren, was die Teilnehmer betrifft. Low-Cost-Anbietern wird es dauerhaft schwer fallen sich zu etablieren. Allerdings sind WLAN-Lösungen im Einstiegssegment auf dem Vormarsch. In Haushalten mit einer geringen Wohngröße stellen sie eine preiswerte Alternative zu Zigbee-LED dar. Da sich der Smart-Lighting-Markt mehr und mehr zu einem Massenmarkt entwickelt, wird es in vertrieblicher Hinsicht entscheidend sein die eigenen Produkte dort sichtbar zu platzieren, wo sich fernab vom Online-Handel große potentielle Käuferschichten befinden. Am Point-of-Sales entscheidet dann - wie so oft - die Brand Awareness.
Mehr zu Smart Lighting erfahren Sie in den weiteren Podiumsbeirägen:
Urs Maurer von Signify verrät, wie man Kundinnen und Kunden die Angst vor smarten Licht nimmt.
Oliver Berg von Paulmann erzählt, warum beim Thema Smarth Lighting die Händler gefragt sind.
Von Florian Felsch von Yeelight erfahren Händler, auf was bei smarten Lichtlösungen zu achten ist.
Marc Gerster von Ledvance prophezeit, dass der Markt für smartes Licht stark wachsen wird.
Gemäss Philippe Delplancke von Nanoleaf wollen Kundinnen und Kunden energieeffiziente, ästhetische Beleuchtung.

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