Warum Sprachassistenten den Markt für smartes Licht vorantreiben
Eine intelligente Leuchte ist für viele der Einstieg ins Smarthome. Trotzdem besteht bei den Konsumentinnen und Konsumenten noch eine gewisse Vorsicht. Im Podium sagt Marc Gerster von Ledvance, worauf Händler beim Verkauf von smarten Lichtlösungen achten sollten.

Wie hat sich der Schweizer Markt für Smart Lighting in den vergangenen Jahren entwickelt?
Marc Gerster: Der Schweizer Markt war in den letzten Jahren hauptsächlich dominiert vom Zigbee Übertragungsstandard. Dabei ist die Integration einer Bridge nötig, die die Bedienung der angeschlossenen Lampen und Leuchten über eine App erlaubt. Aufgrund der vergleichsweise hohen Kosten für smarte Leuchtmittel sind die Stückzahlen noch relativ gering.
Welche Trends dominieren momentan den Markt?
Die wachsende Bedeutung von digitalen Sprachassistenten führt dazu, dass deutlich mehr smarte Leuchtmittel gekauft werden. Lichtsteuerung per Sprache ist beliebt und einfach. Durch direkte Integration von Bluetooth-Mesh-Leuchtmitteln in die Speaker ist keine zusätzliche Bridge mehr nötig. Der Verbraucher spart etwa 50 Franken, und die sogenannte «Latency», also die Reaktionsgeschwindigkeit der Lampen, sinkt unter eine Sekunde. Bluetooth Mesh ermöglicht das Einbinden von unendlich vielen Geräten und eine unendliche Reichweite, da jedes Leuchtmittel wie ein Repeater die Reichweite verlängert. Ein weiterer Trend sind sehr günstige smarte Lampen und Leuchten, die über Wi-Fi in die Router eingebunden werden. Hier entwickelt sich der Massenmarkt mit smarten Leuchtmitteln bereits unter 10 Franken.
Was sollten Händler, die smarte Lichtlösungen anbieten, unbedingt beachten?
Mit Zigbee, Bluetooth Mesh und Wi-Fi gibt es mehrere Übertragungsstandards, die auch zukünftig alle ihre Anwender finden werden. So wird der Anwender mit einer Alexa ein Zigbee Produkt und der Google-Nutzer in erster Linie ein Bluetooth-Mesh-Produkt suchen. Wi-Fi-Lampen und Leuchten werden aufgrund der günstigen Preisstellungen schnell einen Massenmarkt finden. Trotzdem sollte der POS nicht technisch aufgebaut sein, sondern die Anwendungsbeispiele beschreiben.
Wie wird sich der Smart-Lighting-Markt entwickeln?
Licht wird allgemein als leichter Einstieg in die Smarthome-Welt angesehen. Licht ist nicht nur nötig, es steht für Sicht, Sicherheit und Stimmung. Ausserdem ist keine weitere elektrische Installation nötig. Letztlich fallen die Preise zur Zeit deutlich und das Angebot vergrössert sich stark. Wir gehen davon aus, dass der Markt in den nächsten Jahren um bis zu 50 Prozent pro Jahr wachsen wird und die Distribution aus den CE- und Onlinemärkten mehr in den stationären Einzelhandel Einzug halten wird. Insbesondere die günstigen und leicht verständlichen WiFi-Konzepte werden den Verbraucher überzeugen. Für den Handel ist es eine Chance die eigentlich negative Entwicklung im Lichtbereich mit innovativen Konzepten auszugleichen.
Mehr zu Smart Lighting erfahren Sie in den weiteren Podiumsbeirägen:
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Oliver Berg von Paulmann erzählt, warum beim Thema Smarth Lighting die Händler gefragt sind.
Von Florian Felsch von Yeelight erfahren Händler, auf was bei smarten Lichtlösungen zu achten ist.
Jörg Mühlenberg von Innr verrät, wohin der Trend mit smarter Beleuchtung geht.
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